Männerkammerchor Frohsinn Kirrlach international erfolgreich


Gold- und Silber-Diplom in Holland

„Gut zusammengestelltes Programm, schöner Klang und Musik“ so Agnès Gerenday im Wertungsbogen für den Männerkammerchor des Frohsinn Kirrlach. Die ungarische Chor-Dozentin war Mitglied der sechsköpfigen, hochrangigen Jury beim Wettbewerb Tonen2000 in Holland. Ähnliches Lob erhielten die 21 Sänger um Chorleiter Richard Trares auch von den anderen Jury-Mitgliedern, darunter Robert Sund, Leiter des Schwedischen Rundfunkchores. Er bescheinigte den Frohsinnlern „gute Text-Deklamation und musikalische Darbietung“. Im Gesamtergebnis krönte die Jury den Frohsinn Kirrlach in der „Weltlichen Kategorie“ zum besten Männerchor mit Gold-Diplom. In der „Geistlichen Kategorie“ belegte der Chor den zweiten Platz.

Ein bewundernswerter Erfolg, auf den der Verein und sein Chorleiter besonders stolz sind. Einmal mehr trugen sie den Namen Kirrlach als Sängerhochburg in die Welt. Bereits beim Eröffnungskonzert in der wundervollen Adrianus-Kirche gefiel der Männerkammerchor u. a. mit dem begeisternden Vortrag des „Räuber-Quartetts“ von Franz Schubert. Der Eindruck bei Zuhören und Festivalteilnehmern war derart nachhaltig, dass der Kirrlacher Chor liebevoll als „Räuber aus Deutschland“ in aller Munde war. Vorschusslorbeeren, die im Wettbewerb glänzend bestätigt wurden. Beim morgendlichen Wettbewerbsteil mit weltlicher Literatur zeigten die Sänger unter dem filigranen Dirigat von Richard Trares, was sie drauf hatten und überzeugten mit fünf gelungenen Vorträgen.

Bei der Liedauswahl gemäß der Vorschriften wurde Richard Trares seinem Markezeichen, dem guten Gespür für ein abwechslungsreiches, vielschichtiges Repertoire, einmal mehr als gerecht, was von der Jury mit dem ersten Platz belohnt wurde: „Ühte laulu tahax laulda“ von Veljo Tormis, ein zeitgenössisches, expressives Lied in estnischer Sprache, „Wohl auf ihr Gäste“ aus dem 16. Jahrhundert, Schuberts rhythmisch und intonatorisch äußerst anspruchsvolle Hymne „Wein und Liebe“, das empfindsame badische Volkslied „Klinge lieblich und sacht“ und das Spottlied „The Drummer and the cook“ mit Bariton-Solist Bertram Scholtes. Auch für den geistlichen Wettbewerb hatte Richard Trares ein beeindruckendes, mit Schwierigkeiten gespicktes Repertoire zusammengestellt. Zuerst das doppelchörig-polyphone „O magnum Mysterium“ von J. Gallus aus dem 16. Jh. Danach „Salve Regina“ von Schubert, „Peccantem me quotidie“ von V. Miskinis, dessen moderne Akkordclustern hohe Ansprüche an die Intonation stellt. Zum Schluss das mächtige „I will praise thee, o Lord“ des Norwegers Knut Nystedt und das Spiritual „Soon ah will be done“ von W. L. Dawson. Auch diese Vorträge wurden hoch bewertet und mit dem Silber ausgezeichnet. Am Tag nach den Wettbewerben hatten die Sänger und ihre mitgereisten Fans Gelegenheit das wunderschöne Delft zu besichtigen. Nach der Abschlussveranstaltung feierten die Kirrlacher Sänger im Beisein einiger Wertungsrichter in der Hotel-Bar ihren wunderbaren Erfolg. Unser ganz besonderer Dank geht an den Vater des Erfolgs, unseren Dirigent Richard Trares.



 Chorfestival Tonen 2012