Zwei mitreißende Aufführungen des Kindermusicals „Vampir Wackelzahn“


Oh wie schaurig: Gleich an zwei Tagen hintereinander verwandelte sich die Turnhalle der Bolandenschule zum Treff für Vampire, für kleine Vampire in Gestalt von Fledermäusen. Dort, wo ansonsten Sport getrieben wird, waren ein offener Sarg, eine schwarze Katze, Knoblauchzehen und Spinnen zu sehen. Kleine Blutsäuglinge trieben zu vampirischem Gesang ihr Unwesen.

Wiesental als neues Transsilvanien? Nein, in der Bolandenschule trafen sich nicht die Nachwuchs-Nachtgestalten, dort gaben die Kinderchöre des Frohsinn Kirrlach und der Musikschule Waghäusel-Hambrücken ein Kindermusical zum Besten, das grandios ausfiel und das die Besucher am Schluss mit Standing Ovations feierten: „Vampir Winnie Wackelzahn“. Eineinhalb Stunden lang erteilte der strubbelige Vampirforscher der Universität Hambridge (zu Deutsch: Hambrücken), Professor Linus von Hering, dem Publikum Einblicke in die Vampirologie und in die wackelzähnische Familiengeschichte.

Dem „WW“ wird – bis zum Happyend - mehrmals auf den Zahn gefühlt. Denn über der Großfamilie hängt ein alter Fluch. Wenn Winnie Wackelzahn nicht bis zu seinem zehnten Geburtstag ein paar Tröpfchen Blut geschleckt hat, fallen ihm seine wertvollen Vampirzähne aus. Doch der Kleine mag überhaupt kein Blut, viel lieber rote Grütze. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht Winnie, den Fluch von der Wackelzahnfamilie zu nehmen. Dabei haben sie einige Abenteuer zu bestehen und geraten immer wieder in Gefahren. Böse Feen, tanzende Knoblauchknollen und hinterlistige Vampirfledermäuse, sogar mexikanischen Bluts, sind am Werk.
Der Riesenerfolg ist auch der musikalischen Leiterin Patricia Voss und dem „Spiritus Rector“, Klaus Müller, zu verdanken. Immer wieder klatschte ein begeistertes Publikum zu den insgesamt elf Songs, die von den Kindern mit ansteckendem Enthusiasmus geschmettert wurden. Jeder Akteur gefiel in seiner Rolle, doch besondere Glanzleistungen vollbrachten der stimmenstarke Winnie (Kai Anders), sein Vorfahre Wilbur I. (Raphael Limberger), Zahnarzt Zange (Paul Stork) und die fiese Fee Karla Karfunkula (Ivana Mikulic und Celine Wuchti), die sogar einen Walzer aufs Parkett legte. Lautstarken Beifall gab es für das Knoblauchzehen-Ballett, das, wie die Schar der 27 talentierten Mitwirkenden, mit tollen Kostümen beeindruckte. (Schmidhuber / Mit freundlicher Genehmigung der BNN)


 Kindermusical Winnie-Wackelzahn